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MOTOREX Magazine 2019 114 AT

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MOTOREX Magazine 2019 114 AT

REPORT FORTSETZUNG

REPORT FORTSETZUNG Bernard Bussy (Management) und Daniel Aquilon (Konstrukteur) im Showroom. Wie das große Vorbild besitzt der Leichtmetallkolben des verkleinerten Testarossa-Motors drei Kolbenringe: zwei Kompressionsringe und einen Oelabstreifring. « Das Motorenbauen ist reine Leidenschaft, dahinter steckt nicht die Spur einer Geschäftsidee. » Bernard Bussy zu stellen. Dabei ist er als Person zurückhaltend und stellt sich und seine Fähigkeiten nie in den Vordergrund. Mit einfachsten Mitteln, sprich einer Ständerbohrmaschine, einem Kreuztisch mit einer Fräse und einer kleinen Drehbank, fertigt Daniel bis heute perfekt funktionierende Miniaturen. Darunter befinden sich ein Stirling-Motor, mehrere 4-Takter mit ein bis 12 Zylindern mit Boxer-, Reihen- oder V-Anordnung, ein Einzylinder Diesel oder gar ein 14-zylindriger Sternmotor. KONSTRUKTEUR TRIFFT KOMMUNIKATOR Durch einen Zufall lernten sich Daniel Aquilon und Bernard Bussy 2002 kennen. Damals arbeitete Daniel gerade an seinem ersten Zwölfzylinder: Es war der legendäre Ferrari® 60°-V12 des Ingenieurs Gioacchino Colombo mit je einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderbank, drei Vergasern, 2-Ventil-Technik und nassem Oelsumpf. Der heiser kreischende V12 zog den bereits mit einer dichten Konzentration Benzin im Blut versehenen Bernard sofort in seinen Bann. Daraus entstand die Idee, unter dem Namen Motorconcept die motorischen Meisterwerke einem erweiterten Kreis von Interessierten zugänglich zu machen. ERSTER ZWÖLFZYLINDER MIT 60 Fast pünktlich zum 60. Geburtstag stellte Daniel seinen ersten Zwölfzylinder fertig. Eine Sensation! Doch er machte die Rechnung ohne Bernard. Dieser hielt für seinen « Teamkollegen » bereits eine noch anspruchsvollere Motorenidee bereit: den von Mauro Forghieri konstruierten 180°-V12, der erstmals im 12

Daniel nimmt Mass an einem « ausgewachsenen Exemplar » eines Ferrari ® 512 TR. « Das ‹ pièce de résis tance › beim ‹ Colombo-V12 › war die Kurbelwelle. » Daniel Aquilon Formel-1-Ferrari® 512 F1 (1964–1965) eingesetzt wurde. Dieser Motor sollte danach in verschiedenen Variationen von 1973 bis 1996 tausendfach die Serienmodelle 365 GT/4 BB, BB 512, BB 512i, Testarossa, 512 TR und 512 M antreiben. War beim « Colombo-V12 » die Kurbel welle das « pièce de résistance » (schwierigste Bauteil), sollten es beim neuen 12-Zylinder die von Zahnriemen gesteuerten 4-Ventil-Zylinderköpfe und die elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung sein. Wie das große Vorbild hat der 512-TR-Motor auch eine Trockensumpf-Schmierung. In nur zwei Jahren fertigte Daniel in über 4000 Arbeitsstunden das Einzelstück. Miniatur-Kurbelwelle in Originalgröße. EXAKT BIS INS DETAIL Interessant ist die Aussage, dass nicht einfach alles stur im Maßstab 1:3 verkleinert werden kann. Würde man z.B. die Zündkerzen, die natürlich auch selber gefertigt werden, zu stark verkleinern, könnte der MOTOREX MAGAZINE 114 AT/D I JANUAR 2019 13

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