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MOTOREX Magazine 2018 111 DE

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POWERSPORTS © KTM

POWERSPORTS © KTM Racing Pol Espargaro (ESP) #44 und Bradley Smith (GBR) #38 werden die MotoGP-Saison 2018 neu zu dritt, zusammen mit dem erfahrenen KTM-Testfahrer Mika Kallio (FIN) #36 (in der Mitte) bestreiten. Als Wildcard- Fahrer zeigte Mika an drei Rennen schon 2017 sein grosses Können. KTM MOTOGP RACING DRANG NACH VORNE Der erfolgreiche Einstieg von KTM 2017 in die MotoGP-Klasse zeigt, dass die Luft in der Königsklasse besonders dünn ist. Illusorisch, in der ersten Saison schon auf Podiumsplätze zu setzen. Doch wer die Professionalität der Herangehensweise von KTM Racing kennt, weiss den ungebremsten Vorwärtsdrang zu deuten. Der Auftakt in die erste MotoGP-Rennsaison war bereits durch die Wahl der beiden Werksfahrer im Red Bull KTM Factory Racing Team überraschend. Bradley Smith und Pol Espargaro (Moto2-Weltmeister 2012) fuhren vor dem Engagement bei KTM drei Jahre erfolgreich im satellite Tech 3 Yamaha Team. «Ideale Voraussetzungen, dass diese Vertrautheit und der gegenseitige Respekt dazu beitragen werden, das RC16-Projekt durch einige superschwere Zeiten voranzubringen», erklärte der KTM-Teammanager Mike Leitner bei der Team-Präsentation vor der Saison 2017. VORSPRUNG DURCH DATEN Im Vergleich zu den alteingesessenen Werkteams (Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati u.a.) mit einigen Jahrzehnten Erfahrung auf allen Rennstrecken der Welt, startete KTM unter schwierigsten Voraussetzungen in die erste Saison. Damit die Maschinen jeweils perfekt auf die GP-Strecke konfiguriert werden können, benötigen die Ingenieure und Techniker im Team eine Vielzahl von Werten (Fahrwerk, Motor, Bremsen, Reifen) und Runden-Parametern. Diese können nur in Tests und Rennen gesammelt werden. So war der GP von Japan in Motegi für KTM in jeder Hinsicht eine Premiere: Ausser vier kurze freie Trainings, dem Qualifying und Warm-up boten sich dem Team vorher keine Möglichkeiten, jemals auf der Strecke zu testen. Je mehr Daten vorliegen, desto besser kann ein Bike vor dem Rennen abgestimmt werden. Motorentests führte KTM bereits 20

Da stecken Musik und Power drin: Pro Zylinderpaar führt je ein 2-in-1-Auspuff die Abgase ins Freie. Daten sind neben den Feedbacks der Piloten die Grundlagen für perfekt abgestimmte Bikes. Perfektes Teamwork der über 50 Teammitglieder ist bei KTM der Schlüssel für gemeinsame Erfolge. 2015 durch. Danach folgten Tests mit dem «rolling chassis», und 2016 spulten Mika Kallio und Alex Hofmann auf verschiedenen GP-Strecken ein umfangreiches Test programm ab. Diese seriöse, aber kurze Vorbereitung war die Grundlage für den Start in die erste Saison. ERST SCREAMER, DANN BIG BANGER Die KTM RC16 verfügt über einen V4-Motor mit 4-Ventil- Technik mit einem Hubraum von 990 ccm. Die Leistung wird mit ca. 250 bis 270 PS beziffert, was je nach Getriebeabstufung für eine Vmax von weit über 300 km / h reicht! Eine besondere Herausforderung ist auch die limitierte Anzahl Motoren pro Saison und Fahrer. So dürfen gewisse Bereiche der homologierten Motoren während der gesamten Rennsaison nicht überholt werden. Anfänglich setzte KTM auf hochdrehende Screamer-Motoren (leistungsorientierte Kurbelwellenwinkelung und Zündfolge). Die Piloten waren mit der Leistungsentfaltung nicht wirklich happy. Nach einem mutigen Entscheid und immer unter Berücksichtigung des gegebenen Motorenkontingents wechselte KTM für den 4. GP von Spanien in Jerez auf ein geändertes Kurbeltrieb- / Zündfolge-Layout (Big Bang). Dieser Wechsel widerspiegelte sich umgehend in verbesserten Rundenzeiten. Generell überzeugt die KTM RC16 mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit. RENN-FORMULIERUNGEN VON MOTOREX Durch die langjährige und enge Kooperation zwischen KTM und MOTOREX kommt in der RC16 ein spezielles, niedrigviskoses 4T-Rennmotorenoel zum Einsatz. Dieses wurde exakt auf die innermotorischen Aufgaben des Rennmotors ausgelegt. Das Racing Laboratory von MOTOREX legte dabei das Augenmerk auf die Reibungsreduktion bei hohem Verschleissschutz. Eine peinlich genaue Auswertung der Motoren nach 18 Events am Ende der Saison 2017 belegte die hohe Schmiersicherheit des eingesetzten Rennoels. IM TEAM ZUM ERFOLG Wer das Glück hatte, das KTM -GP-Team z.B. bei einem Kundenanlass schon einmal live erleben zu dürfen, nimmt sofort die positive Grundstimmung wahr. Trotz immensen Drucks arbeiten alle im Team Hand in Hand. Der Zusammenhalt eröffnet zudem Möglichkeiten, die anderen verwehrt bleiben. Beste Voraussetzungen, um in der kommenden Saison, neu mit drei Piloten, noch weiter nach vorne zu fahren. Ready to race? Ja, das sind sie auch für die kommende Saison, die über 50 Teammitglieder von KTM mit dem un gezähmten Vorwärtsdrang. Der 5. Platz in der Konstrukteurswertung 2017 ist für KTM als Rookie-Marke hinter Honda, Ducati, Yamaha und Suzuki, jedoch vor Aprilia, ein grosser Erfolg! • ktm.com/racing/ motogp MOTOREX MAGAZINE 111 I JANUAR 2018 21

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