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MOTOREX Magazine 2013 99 DE

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eport Fotos: P. Gertsch

eport Fotos: P. Gertsch Geteiltes Glück ist doppeltes Glück: Ganze vier Monate war die Karawane von Pascal Gertsch unterwegs und brachte medizinische Hilfsgüter und Schulmaterial in die Mongolei. Die Reisenden wurden mit unvergesslichen Eindrücken belohnt. Drei grosse Leidenschaften veranlassten Pascal Gertsch, Arzt im Unruhestand, mit seiner Karawane rund 30 000 Kilometer unter die Räder zu nehmen: das Reisen, ferne Kulturen und als Arzt Menschen zu helfen. Von dieser faszinierenden Idee begeistert, schloss sich eine Gruppe von Freunden an. Der Konvoi bestand alsdann aus vier Citroën 2CV sowie einem Steyr 680 G als Transportfahrzeug. Der Abschied von seiner Hausarztpraxis in Les Diablerets fiel Pascal Gertsch, der seit über 33 Jahren Arzt aus Berufung ist, freilich nicht ganz leicht. Nun konnte die lang gehegte Idee einer Reise mit einer Lieferung medizinischer Hilfsgüter in die Tat umgesetzt werden. Eigentlich sollte es nach Japan gehen – nach eingehendem Studium der möglichen Routen rückte jedoch die Mongolei als Ziel in den Vordergrund. Durch ihr medizinisches Netzwerk hatten Pascal und sein Bruder, der Chirurg Philippe Gertsch, erfahren, dass das Regionalspital in Khovd ein mobiles Sterilisationsgerät, chirurgische Instrumente und gewisse Medikamente benötigte. Damit war die Destination gewählt. Ausgezeichnet zu dem Vorhaben passte auch das Interesse der Gruppe am ehemaligen riesengrossen Mongolischen Reich. Im Jahre 1206 gelang es Dschingis Khan, eine Vielzahl unterschiedlicher Völker zu vereinen und das Mongolische Reich zu gründen. Dieses erstreckte sich in seiner Blütezeit bis nach Europa und stellt das grösste zusammenhängende Reich der Geschichte dar! 10

Gut vorbereitet macht sich das Team am 24. Mai 2012 auf den Weg nach Khovd. Der Steyr kommt dank 4x4 überall durch – hier unterwegs nach Dogubayazit (Türkei). VORBEREITUNG IST ALLES Der Konvoi bestand aus vier Citroën 2CV (F: Deux Chevaux/ CH: Döschwo/D: Ente), welche nach Art der Rallye Paris– Peking modifiziert wurden. Dies umfasste z.B. die Verstärkung des Chassis und des Fahrwerks, Unterfahrschutz für Motor und Tank, verstärkte Abschlepp- und Zughaken sowie grössere Radausschnitte hinten. Plexiglas-Scheiben hinten und ein Dach aus Verbundmaterial sparten Gewicht. Ein 5-Gang-Getriebe mit einem kurzen ersten Gang half beim Anfahren im Gelände und senkte den Kraftstoffverbrauch. Auch die Sitze wurden gegen komfortablere ausgetauscht. Zudem waren alle Fahrzeuge mit zwei Kraftstoffkanistern, Campingutensilien, Kartenmaterial, GPS und CB-Funk ausgerüstet. Begleitet wurden die vier Enten von einem umgebauten Armeelastwagen (Steyr 680 G, 4x4, 8 Tonnen, Jg. 1968). Bei Sonnenschein startete man am 24. Mai in St. Maurice (Wallis) in Richtung Italien. Damit wurden neben der Besatzung auch Ersatzteile, Treibstoff, Werkzeug und die besagten Hilfsgüter transportiert. VIER MONATE AUF ACHSE Mitte Mai 2012 waren sämtliche Visa erteilt und die umfangreichen Vorbereitungen der insgesamt 14 Personen zählenden Gruppe abgeschlossen. Bei Sonnenschein startete man am 24. Mai in St. Maurice (Wallis) in Richtung Italien. In Ancona (I) setzte der Konvoi mit der Fähre nach Igoumenitsa (Griechenland) über. Danach motorex Magazine 99 I Juli 2013 11

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