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MOTOREX Magazine 2011 94 DE

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Report Fotos: Axpo

Report Fotos: Axpo AG/Marti AG Mitten im Berg auf 1700 Meter über Meer wird rund um die Uhr an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet: Hier in der imposanten Kavernenzentrale sollen ab 2015 vier Pump-Turbinen ihren Dienst aufnehmen und 1000 Megawatt Strom liefern. PROJEKT LINTHAL 2015: Voller einsatz für die Wasserkraft Pumpspeicherwerke funktionieren als gigantische Batterien der Elektrizitätswirtschaft. Nicht aller Strom aus den kontinuierlich produzierenden Grosskraftwerken kann von den Konsumenten jederzeit abgenommen werden. In Pumpspeicherwerken wird in solchen Phasen Wasser in die hochgelegenen Speicherseen gefördert, um mit Wasser turbinen exakt dann Strom zu liefern, wenn Spitzennachfrage herrscht. Im glarnerischen Linthal entsteht zurzeit das grösste Pumpspeicherwerk der Schweiz. Sauberer und im richtigen Zeitpunkt verfügbarer Strom wird auch in Zukunft ein zentraler Erfolgsfaktor in unserer Gesellschaft sein. Heute produziert die Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL), welche zu 85% dem Energiekonzern Axpo und zu 15% dem Kanton Glarus gehört mit einer Leistung von 480 Megawatt (MW) rund 460 Mio. Kilowattstunden elektrische Energie. Mit dem Ausbauprojekt «Linthal 2015» soll ein neues, 10

Bevor mit dem eigentlichen Bauen begonnen werden konnte, mussten gleich zwei Schwerlastseilbahnen aufgestellt werden. Nur temporär, versteht sich! Das Ausbauprojekt Linthal 2015 verlangt von Mensch und Technik Höchstleistungen: Gleich mehrere Tunnelbohrmaschinen kommen gleichzeitig zum Einsatz – hier vor dem Zugangsstollen 1 in Tierfehd. Zwischen der Maschinenkaverne und dem Muttsee werden in einem Steigungswinkel von über 90% zwei rund 1000 Meter lange Druckstollen ( 5,2 m) in den Fels gebohrt. unterirdisch angelegtes Pumpspeicherwerk Wasser aus dem Limmernsee nutzen und in den 630 m höher gelegenen Muttsee zurückpumpen. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage mit einer Pump- und Turbinenleistung von 1000 Megawatt (MW) soll 2015 erfolgen. Damit wird sich die Leistung der KLL von heute rund 480 MW auf 1480 MW erhöhen. Das entspricht leistungsmässig dem Kernkraftwerk Leibstadt oder dem Wasserkraftwerk Cleuson Dixence. Damit die künftige Stromproduktion sowie Pumpenergie übertragen werden können, müssen die KLL an das 380-Kilovolt-Hochspannungsnetz angeschlossen werden. GROSSBAUSTELLE IM HOCHGEBIRGE Mit der Seilbahn zur Arbeit? Das ist für rund 500 Arbeiter aus dem In- und Ausland etwas ganz alltägliches. Viele von ihnen leben in einem eigens erstellten Containercamp nahe Tierfehd oder im Hochgebirge unweit vom Muttsee. Bis zu 500 Personen sind ständig auf den verschiedenen Baustellen auf 1800 oder sogar 2500 Meter über Meer im Einsatz. Gearbeitet wird im Dreischichtenbetrieb rund um die Uhr und exakt nach den sicherheitsrelevanten Arbeitsvorschriften. Nicht weniger als zehn Bauplätze sind im Moment in Betrieb. Für die Beförderung von Personen und Material wurden deshalb zusätzlich zur bestehenden noch zwei neue Seilbahnen gebaut. Ab der Basis Tierfehd (800 m ü. M.) Satte 1480 Megawatt Leistung ab 2015 fährt eine Personenseilbahn auf das Kalktrittli (1857 m ü. M.). Parallel fährt seit Beginn 2010 auch die Schwerlast-Bauseilbahn 1 für Materialtransporte mit einem Gesamtgewicht von bis zu 25 Tonnen. Als Ausnahmelast dürfen es aber auch einmal 40 Tonnen sein, wie für den Transport eines Bohrjumbos (Titelseite) oder die in mehrere Teile zerlegte Tunnelbohrmaschine. Die beiden Tragseile der Bahn haben einen stolzen Durchmesser von 90 Millimetern – auch das eine Dimension der Superlative! motorex Magazine I Dezember 2011 11

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