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MOTOREX Magazine 2011 92 DE

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INSIDE

INSIDE NEUES TANKLAGER MIT MOLCHTECHNIK Das zeitgleiche Befüllen, Produzieren und Entleeren in mehreren Mischanlagen ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Dabei spielt das Tanklager eine zentrale Rolle. Mit der Erweiterung der Tankanlagen und der Einführung der neuesten Generation der Molchtechnik baut MOTOREX erneut seine innovative Infrastruktur aus. Will ein begabter Koch ein delikates Menü hinzaubern, benötigt er je nach Anzahl Gängen und Gesellschaftsgrösse ziemlich viele Pfannen, Warmhaltegefässe, Anrichtplatten usw. Ähnlich geht es bei der Produktion der über 2500 verschiedenen MOTOREX-Produkten zu und her. Dabei kommt dem Tanklager eine zentrale Bedeutung zu. Es versorgt die Mischer mit den benötigten Rohstoffen. Je nach Rezept entstehen Halbfabrikate, welche wiederum in einem Tank zwischengelagert und danach fertig Schnelle und rückstandsfreie Reinigung produziert werden. Auch Fertigprodukte, die nach der Produktion nicht umgehend in der Gross- oder Kleinabfüllerei in Gebinde abgefüllt werden können, müssen kurzzeitig in Tanks zwischengelagert werden. STEIGERUNG DER FLEXIBILITÄT MOTOREX verfügt mit 7000 m 3 allein am Standort Langenthal heute über das grösste Basisoellager in der Schweiz. Additives, Halbfabrikate und Fertigprodukte lagern zudem in separaten, nach Sortenfamilien getrennten Tanks. Diese werden nun mit 28 weiteren Tanks ergänzt, welche 28 verschiedenen Produkten ein zusätzliches Lagervolumen von über 500 m 3 bieten. Dadurch wird es möglich sein, gewisse Produkte vor der Abfüllung zwischenzulagern und so die Mischanlagen immer optimal auszulasten. Auch findet eine Optimierung der Produktionsreihenfolge statt. Die baulichen Massnahmen steigern die Flexibilität in der Produktion nachhaltig und erhöhen als Nutzen für die Kunden die bereits hohe Auslieferungsfähigkeit. 14

Fotos: I.S.T. Molchtechnik GmbH, Hamburg Durch das «Molchen» sind aufwendige Spülvorgänge und dadurch längere Produktionsunterbrüche passé. Solche Molche aus Elastomer werden mit Druckluft durch die Leitungen geschossen und am Ende wieder eingefangen. Der Molch aus Kunststoff wird mittels Pressluft durch die Leitungen und Armaturen geschoben und putzt dabei verbleibende Inhalte nahezu rückstandsfrei hinaus. IN DIE HÖHE UND ENERGETISCH DURCHDACHT Bis Ende Sommer 2011 sollen die 28 neuen Tanks installiert und betriebsbereit sein. Damit können die bestehenden Auffangwannen und die Fläche optimal genutzt werden. Die Tanks werden zudem durch die Abwärme von den noch warm aus den Mischern in die Lagertanks gepumpten Produkten beheizt. Durch jedes Grad Wärme, das so den Tanks zugeführt wird, verbessert sich die Pumpbarkeit der Flüssigkeiten. Das wiederum ermöglicht selbst bei tiefen Aussentemperaturen ein schnelleres Umpumpen der Medien. Die Rückführung der Abwärme in das Tanklager spart so nicht nur Zeit, sondern auch Energie. MOLCHSYSTEM HILFT SPAREN In den Leitungen und Armaturen zwischen Tanks, Abfüllanlage und Mischer bleiben vor und nach der Produktion rasch ein paar Hundert Liter Inhalt zurück. Damit diese Leitungen für die nächste Produktionscharge rückstandsfrei gereinigt werden können, müssen viele Betriebe sogenannte Spülvorgänge durchführen. Diese sind zeitraubend und verursachen Abfälle und schnell hohe Kosten. Mit dem «Molchvorgang» wird der Inhalt der Rohrleitungen mit Hilfe eines Passkörpers aus flexiblem Spezialkunststoff (Molch) und eines Treibmediums, meistens Druckluft oder in seltenen Fällen zur Reduktion der Explosionsgefahr auch Stickstoff, hinausgeschoben. Dadurch wird eine fast vollständige Entleerung der Leitungen und Armaturen ermöglicht. Auch kann die gesamte Produktionsmenge verwertet werden. Dieses Verfahren erhöht die Produktionskapazitäten durch eine schnelle und rückstandsfreie Reinigung der Rohrsysteme und erspart aufwendige Spülvorgänge. INVESTITIONEN, DIE SICH AUSZAHLEN Bei der Planung von Produktionsanlagen lohnt es sich immer, auch die Option eines Molchsystems abzuklären. Ein für das «Molchen» geeignetes Leitungssystem kommt rund ein Drittel teurer zu stehen als ein herkömmliches Leitungssystem. Schon aus Umweltaspekten lohnt sich diese Investition für die Zukunft. So werden für die Erweiterung des Tanklagers bei MOTOREX mit dem neuen Molchsystem ausschliesslich Leitungen aus Chromstahl verbaut. Der Molch wird dabei für die jeweils zu reinigende Leitung pneumatisch aus der Sendestation geschickt und kann mittels Verzweigungsarmaturen in die gewünschte Leitung dirigiert werden. Die Steuerung und Überwachung des gesamten Molchvorgangs erfolgt durch eine Programmerweiterung des bereits vorhandenen Prozessleitsystems. Mit dem Ausbau des Tanklagers investiert MOTOREX erneut in den Produktionsstandort Langenthal und schafft damit ideale Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum. • MOTOREX MAGAZINE I APRIL 2011 15

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