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MOTOREX Magazine 2011 92 DE

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REPORT FORTSETZUNG Ein

REPORT FORTSETZUNG Ein Dickhäuter testet den Zega-Koffer von Touratech. Im Elefantencamp spielen die bis zu 5 Tonnen schweren Tiere Fussball und malen sogar Bilder! Nicht jedermanns Sache: doch ohne die improvisierten Fähren überquert man Flüsse wie den Mekong einfach nicht. Heute gibt es nur noch 3500 Elefanten in Thailand, die allerwenigsten davon in freier Wildbahn. Die meisten verdienen sich ihre 150 bis 200 Kilo Futter am Tag als Arbeitselefanten. «Der Mekong – Begleiter unserer ganzen Reise» Irgendwo in den Bergen Nordthailands geschieht das Unerwartete: In einer Kurve kommen uns zwei Rüsseltiere entgegen. Vor einigen Jahren, als der Zega-Koffer gerade erfunden war, suchten Jochen Schanz und Herbert Schwarz (Firmengründer) nach einer originellen Idee für ein Werbefoto. Dabei wurde die Idee generiert, einen Elefanten seinen riesigen Fuss auf einen Alukoffer stellen zu lassen. Diese Werbeidee konnten wir nun eine gute Motorradstunde von Chiang Mai entfernt im Maetaman Elephant Camp endlich realisieren. So wurde unser Fotoshooting zu einer Art Sondervorstellung für den Mahout, den Elefanten und die vielen Bustouristen. DIE LEBENSADER SÜDOSTASIENS Der Fluss Mekong – die Khmer nennen ihn ehrfürchtig Tonle Thom, «Grosser Fluss». Seine Quelle liegt irgendwo in der Unwegsamkeit des tibetischen Hochlands. Je nach Auslegung schwankt seine Länge zwischen 4350 und 4909 Kilometern. Der Mekong begleitet uns während unserer gesamten Reise. Zum ersten Mal begegnen wir ihm im Dreiländereck zwischen Thailand, Laos und Myanmar. Von hier stammen angeblich Dreiviertel des Opiums auf dem Weltmarkt. Auf thailändischer Seite konzentriert sich der geheimnisvoll und gefährlich klingende Name «Goldenes Dreieck» auf eine Touristenfalle schlechthin. Am Mekong wacht ein riesiger, goldener Buddha über die vielen Verkaufsstände entlang der Hauptstrasse. Busse spucken eine asiatische Reisegruppe nach der nächsten aus. Hier hält es uns nicht lange. Mit einer abenteuerlichen Fähre schippern wir über den «Grossen Fluss» hinüber nach Laos, in eine andere Welt. Bevor wir den Mekong in der laotischen Hauptstadt Vientiane wieder sehen, ist eine 700 Kilometer lange Bergetappe zu bewältigen. Eine Kurve nach der andern, so dass wir jeden Abend schwindelig von den Motorrädern steigen. EINE NACHT AUF DER INSEL Tief im Süden von Laos fliesst der Mekong durch die Region Si Phan Don. Auf einer der viertausend Inseln, Don Khong, verbringen wir eine Nacht, bevor es weiter nach Süden geht. Drei zusammengebundene Pirogen, die sich Fähre nennen und nicht besonders Vertrauen erweckend aussehen, bringen uns am nächsten Tag wieder heil aufs Festland zurück. In Kambodscha: Südlich von Kratie schlängelt sich eine schmale Sandpiste am Ufer des Mekong entlang. Wasserbüffel, Hunde, ein ganzer Hühnerstall bevölkern sie. Einfache Hütten thronen auf Pfählen am Wasser. Wir haben das Gefühl, direkt durch das Wohnzimmer der Menschen zu fahren. In Kampong Cham, einer verschlafenen Provinzstadt in Kambodscha, nehmen wir Abschied vom «Grossen Fluss». 12

Unter Kaffeesträuchern verbrachten wir in Laos unsere erste Nacht im Zelt. Einfache Unterkünfte mit Strom gibt es bereits ab 2 $ pro Nacht. Auf den Strassen in Südostasien sind die abenteuerlichsten Gefährte unterwegs, meist heillos überladen und dennoch teuflisch schnell… DAS BOLAVEN-PLATEAU IN LAOS Wir wollen dorthin, wo der laotische Kaffee wächst – aufs Bolaven-Plateau. Diese feuchte, fruchtbare Hochebene mit grünen Wäldern und Wasserfällen liegt durchschnittlich 1200 Meter hoch. Die grosse Stadt Pakxe verschwindet im Rückspiegel. Zwischen Mango-, Bananen-, Tee- und Kaffeeplantagen liegen weisse und rote Bohnen auf grossen Bambusmatten zum Trocknen in der Sonne ausgebreitet. Das gesamte Leben scheint sich hier auf der Strasse abzuspielen. Freilaufende Hunde, Ferkel, Hühner, Ochsen. Am Strassenrand stehen Flaschen mit Benzin, liegen haufenweise Früchte zum Verkauf, hängen Fische zum Trocknen in der Sonne. Und immer wieder glückliche und freundliche Menschen, die einem zuwinken. Unsere BMWs laufen wie die sprichwörtlichen Schweizer Uhrwerke. Mit MOTOREX geschmiert, legen sie die beinahe 6000 Kilometer ohne Anstrengung zurück. Bei Laongam biegen wir auf eine rote Schotterpiste ab, die unser GPS nicht anzeigt. Winzige Dörfer scheinen wie von der Aussenwelt abgeschnitten. Staunende Gesichter. Aber auch vor der einfachsten Bambushütte steht eine grosse Satellitenschüssel. Gabeln sich die Wege, folgen wir den Handzeichen der Laoten. Das funktioniert nicht immer. Langsam wird es dunkel, obschon es erst 17.30 Uhr ist. Das erste Mal auf unserer Reise bauen wir das Zelt auf. Nach kurzer Zeit ist es stockdunkel und wir campen auf 1100 Metern Höhe in einer Kaffeeplantage. VERKEHRSREGELN EINMAL ANDERS Wenn es Verkehrsregeln in Südostasien gibt, dann durchschauen wir Europäer sie nicht. Oder es hält sich niemand daran. Auf den ersten Blick scheint vieles chaotisch. Auf den zweiten funktioniert es irgendwie. Der Kreisverkehr zum Beispiel: Zuerst kommt man nicht hinein und dann nicht wieder heraus. Eine der wenigen Fragen, die man jeweils mit einigermassen ausreichender Sicherheit beantworten kann: Herrscht hier gerade Links- oder Rechtsverkehr? Nun geht es wieder unserem Ausgangspunkt, der 7-Millionenstadt Bangkok entgegen, wo schon sehnsüchtig Peera auf uns und unseren Reisebericht wartet. Und mit Überzeugung können wir ihm sagen: Es war eindeutig ein perfekter Plan, keinen Plan zu haben. • WELTWEITE KOOPERATION MIT TOURATECH Die Firma Touratech beschäftigt heute in Niedereschach am Rande des Schwarzwalds rund 200 Mitarbeitende. Die Motoren-, Getriebe- und Gabeloele, Bremsflüssigkeiten sowie Luftfilter- und Kettenpflegeprodukte aus der MOTOREX MOTO LINE sind ein fester Bestandteil im breiten Touratech-Produktesortiment. So findet der Leser MOTOREX im jährlich erscheinenden und über 1000 Seiten dicken Produktekatalog gleich auf mehreren Seiten, und das in weltweit 30 Ländern! www.touratech.de MOTOREX MAGAZINE I APRIL 2011 13

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