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MOTOREX Magazine 2009 86 DE

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R e p o r t Foto:

R e p o r t Foto: Rinspeed AG R e p o r t Schon im Jahre 1953 fuhren in der Schweiz mit dem «Gyrobus» alternative Verkehrsmittel. Heute gipfeln diese Bemühungen in technisch hoch interessanten Lösungen, wie z.B. im «iChange» von Rinspeed. MOTOREX erforscht und entwickelt deshalb wegweisende Schmiermittel für die Mobilität von morgen. Weniger Sprit dank mehr Spirit «Gyrobus» an der Ladestation in Yverdon anfangs der 1950er Jahre. Die 5 kWh Strom in der Batterie reichten für 3 – 4 km Fahrt. Foto: MFO, Stadtarchiv Yverdon-les-Bains Steigen Sie ein in unser imaginäres «Gyromobil»! Zwischen Vorder- und Hinterachse aufgehängt dreht sich ein Schwungrad von 1 m Durchmesser und einem Gewicht von 500 kg mit 10’000 U/min. Bei «Full Power» sind 9.51 kWh kinetische Energie verfügbar. Allerdings: dieser Riesenkreisel würde den Elch-Test nie bestehen und die Lenkung wäre schwierig. Der grössere Bruder, der «Gyrobus» wurde 1953 in der Schweiz tatsächlich gebaut und bot Platz für 20 Passagiere. Beim Bremsen wurde die Enegie nicht verheizt, sondern im 1’500 kg schweren Schwungrad gespeichert. Ein Stromanschluss an jeder Haltestelle sorgte für zusätzlichen Antrieb. Heute Hybridantrieb Ein schnittiger Hybrid-PKW verbraucht heute im Stadtverkehr noch 5 l/100 km Benzin und ermöglicht die Wahl der Antriebsenergie je nach Einsatzort. Die Energie für unterwegs ist gespeichert im 50 l-Benzintank (445 kWh) und einer Li-Ionen-Batterie mit 32 Ah (0.384 kWh). Der Vergleich zwischen Zapfsäule, Haushalt-230 V-Steckdose und Li-Ionen-Batterie liefert eindrückliche Zahlen: • Benzin hat eine Energiedichte von 12.0 kWh/kg, d.h 8.9 kWh/l • der volle 50 l-Benzintank enthält 445 kWh Energie • eine 230 V-Haushalt-Steckdose mit 10 A abgesichert, leistet maximal 2.3 kW • mit 445 kWh müsste der Benzintank also 194 h oder 8 Tage «eingesteckt» sein, bis er voll ist • in der voll aufgeladenen, 50 kg schweren Li-Ion-Batterie stecken 7.5 kWh Energie, also gerade mal 1.7% des Benzintanks Fossile Brennstoffe verfügen über eine extrem hohe Energiedichte: Die Li-Ionen- Batterie kann mit dem Benzintank nur kurzfristig mithalten: Energiedichte der Speichermöglichkeiten Autogas 12.8 Benzin 12.0 Diesel 11.8 Biofuel 10.0 Li-Ionen-Batterie 0.150 NiMh 0.080 NiCa-Akku 0.050 Blei-Akku 0.030 «Gyromobil» 0.020 kWh/kg 3 Tonnen Batterie im Kofferraum Ein voller 50 l-Benzintank mit 445 kWh entspricht einer geladenen Li-Ionen- Batterie von ca. 3 Tonnen. Wird der unterschiedliche Wirkungsgrad zwischen Benzin- (~ 30%) und Elektromotor (~ 90%) berücksichtigt, müsste für die gleiche Reichweite eine Tonne Batterie mitgeschleppt werden. Eine Li-Ion-Batterie kann somit den Benzintank nicht ersetzen. Der Akku speichert aber die beim Bremsen freiwerdende Bewegungsenergie – z.B. an der Ampel, beim Gaswegnehmen oder bergab – und gibt sie über den Elektromotor wieder ab. Beim Anfahren wird anstelle des 4-Zylinder- Motors ein kleiner Elektromotor eingesetzt. Nicht auf langen Autobahnfahrten, sondern im Kurzstrecken-Verkehr macht der Hybridantrieb Sinn. Energiesparende Schmiertechnik Auch ein Hybrid-PKW braucht Motorenoel: die Füllmengen und Wechsel-Intervalle stimmen mit konventionellen PKW überein. Angesagt ist aber zwingend «Energie- Conserving»: d.h. Leichtlauf-Qualitäten der Viskositäten SAE 10W/30, 5W/30, 5W/20 oder 0W/20. MOTOREX hat die Herausforderung «Hybrid» angenommen und mit Hightech- Produkten die gleiche Stossrichtung eingeschlagen: • vollsynthetische Leichtlauf-Motorenoele • scherstabile dünnflüssige Hochleistungs- Getriebeoele für verlustarme Schalt- und Automatik-Getriebe • leistungsstarke Formulierungen mit vollsynthetischen Basisfluids für verlängerte Oelwechselintervalle • im Motorenoel zusätzlich eingebaute Additives zur Neutralisierung der gefährlichen Verbrennungs-Rückstände von Biofuels verschiedenster Provenienzen Noch sparsamer in die Zukunft Werden unsere Kinder Elektro-Autos an der Steckdose aufladen, wenn die Erdoel- Reserven aufgebraucht sind? In der Schweiz sind knapp 4 Mio. PKW unterwegs. Sie legen im Schnitt 15’000 km im Jahr zurück. Mit einem Verbrauch von 10 l/100 km werden 6’000 Mio. l oder 4’800 Mio. t Treibstoff verfahren. Bei einer Energiedichte des Treibstoffs von 11.9 kWh/kg sind das 57.1 Giga kWh! Ein mittleres Kernkraftwerk (z.B. Gösgen) liefert bei Volllast 5 Giga kWh im Jahr, also gerade 10%. Der totale «Plug-in-Hybrid» kann nicht die Alternative sein! Die Fahrzeuge müssen noch sparsamer werden. Gleichbleibende Mobilität erfordert riesige Mengen sinnvoll produzierter alternativer Energien. Für die «Fahrt ins Grüne» ist weniger «Sprit» und dafür mehr «Spirit» gefragt – wir von MOTOREX gestalten die Zukunft aktiv mit! Funktionsweise eines Plug-in-Hybrid-Fahrzeugs Der «iChange» hat eine adaptive Karosserie. Die Kanzel senkt sich zum Energiesparen je nach Anzahl Insassen (1 – 3) ab. 14 15 1 2 1 2 Batterie Batterie Rechner Elektromotor Generator Verbrennungsmotor Verbrennungsmotor Antriebsachse Batterie wird im Ruhezustand am Stromnetz aufgeladen. Für Kurzstrecken wird das Fahrzeug ausschliesslich mit Strom bewegt. Foto: Rinspeed AG 3 4 3 4 Batterie Rechner Elektromotor Batterie Rechner Elektromotor Generator Generator Antriebsachse MOTOREX investiert seit vielen Jahren in die Entwicklung von Leichtlauf-Schmiermitteln. Antriebsachse Mittels Bremsenergie wird überschüssige Energie zurückgewonnen. Auf Langstrecken kommt der Verbrennungsmotor zum Einsatz.

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