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MOTOREX Magazine 2006 79 DE

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R eport Fotos: VSR R

R eport Fotos: VSR R eport Die Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen sind ein Unternehmen aus der Pionierzeit der Industrie. Bis heute begleitet uns das Salz von der Küche bis zur industriellen Nutzung. Und damit die Infrastruktur für den Salzabbau wie geschmiert läuft, dafür sorgt MOTOREX. Salz: Der weisse Alleskönner 400 m In Schweizerhalle liegt die bis zu 50 m dicke Steinsalzschicht rund 150 m unter dem Rheinniveau in einer Gesamttiefe von ca. 400 m! Der 30 m lange Portalkratzer fördert das Salz zur Hallenmitte. Alle Schmierstellen werden automatisch zentral versorgt. Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen steht uns Salz nahezu unbegrenzt zur Verfügung. Allein die Meere enthalten unendlich viel Salz, nämlich rund 46 Billiarden Tonnen. Bei einem Besuch bei den Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen in Schweizerhalle (BL) und im gigantischen Auftausalzlager «SALDOME ® » in Riburg (AG) interessiert uns auch der Aspekt der Schmierung von Maschinen und Fahrzeugen in einem «hochkorrosiven» Umfeld. So entstanden die Salzvorkommen Salz ist ein Naturprodukt. Durch die Austrocknung früher Meeresarme und die Bewegungen der Erdoberfläche findet man Salzlagerstätten, die sich ursprünglich an Küsten gebildet haben, heute auf allen Kontinenten. So liess das Urmeer auch mächtige Salzschichten entlang dem Rhein in den Kantonen Baselland und Aargau zurück. Diese wurden 1836 durch Carl Christian Glenck entdeckt. Der Salzfund am Rhein beendete die jahrhundertlange Abhängigkeit der Schweiz von Salz-Importen. Bis 1848 entstanden insgesamt vier Salzgewinnungsbetriebe (Salinen), welche sich 1909 zu den Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen VSR zusammenschlossen. Hochtechnischer Salzabbau Das Salz der Schweizer Rheinsalinen wird aus Steinsalzschichten (Halit) in Tiefen bis 400 Meter mit zugeführtem Wasser ausgelaugt. Die konzentrierte Salzlösung fliesst in Pipelines zum Sammeltank des Bohrfeldes und von da zur Saline zur Enthärtung und zum Kristallisationsprozess in die Verdampferanlage. Früher wurde die Salzlösung (Sole) in grossen Pfannen eingekocht (gesotten). Das so gewonnene Salz bezeichnete man deshalb als Koch- oder Siedesalz. Diese traditionellen Begriffe haben sich bis heute gehalten. Heute werden an den zwei Produktionsstandorten insgesamt 400 – 500’000 Tonnen Salz gewonnen. Platz für 80’000 t Auftausalz oder einen Jumbo Jet 747 Im SALDOME ® können 80’000 Tonnen Salz vollautomatisch gelagert und bewirtschaftet werden. Der Kuppelbau besteht aus Holz! Dazu dienten 400 stattliche Bäume mit einem Alter von 80 – 100 Jahren aus dem Rheinfelder Forst. Das Konzept für den Bau stammt vom Holztechnologieunternehmen Häring und verwendet die Ensphere-Technologie für die Holznetzschalenkuppel. Mit einer Höhe von 31 und einer Spannweite von 93 Metern könnte man darin auch einen Jumbo Jet locker unterbringen. Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern bietet eine optimale Festigkeits-Massenrelation, genau wie Stahl. Extrem gefordert: Schmiertechnik Die hygroskopischen (wasseraufnehmenden) und hochkorrosiven Eigenschaften von Salz stellen auch höchste Anforderungen an die Schmiertechnik. «Mit MOTOREX haben wir einen äusserst kompetenten und vielseitigen Partner gefunden» meint Martin Hürbin, Werkstattchef der Saline Riburg. Das Schmierspektrum ist breit: vom Spray über sämtliche Schmiermittel für die werkseigene Dieselrangierlokomotive bis zum Schmierfett in der Zentralschmieranlage im gigantischen Portalkratzer im SALDOME ® . So funktioniert der SALDOME® 10 11 Losesalz ab Saline Salz, vielseitig und lebenswichtig Salz ist nicht nur für Mensch (erwachsene Person ca. 6 g pro Tag) und Tier lebenswichtig, sondern begleitet uns tagtäglich in den verschiedensten Produkten wie Speisesalze, Regeneriersalz zur Wasserenthärtung, Salze für die Landwirtschaft, Industrie- (Soda) und Gewerbesalze, Auftausalze oder in flüssiger Form als Sole. Wussten Sie übrigens, dass im römischen Reich Salz zu barer Münze wurde? Soldaten und Staatsbeamte wurden nicht mit Gold, sondern mit Salz entlöhnt. Und weil Salz auf lateinisch «sal» heisst, haben wir das heute noch gebräuchliche Wort «Salär» den Römern und ihrem salzigen Lohnsystem zu verdanken. Interessant – besuchen Sie doch einmal die Schweizer Rheinsalinen und ihr Salzmuseum. Weitere lnformationen erhalten Sie unter: www.saline.ch Eigensalz Fremdsalz Puffer-Silo 170 t Bahn und LKW Portalkratzer? Ja, so heissen die Fördersysteme, die ihren Ursprung im Grubenbau haben. Über ein Förderband (1) kommt das Salz direkt aus der Produktion und fällt im SALDOME ® vom höchsten Punkt der Kuppel auf den Lagerboden. So wird ein gleichmässiger, konischer Salzberg (2) mit einem Schüttwinkel von ca. 35° gebildet. Die Aufgabe des Kratzers (3) ist es, bei Bedarf das Salz von aussen ins Zentrum der Halle zu fördern. Dazu dreht er sich im Kreis. Über eine Zentralschmieranlage wird der FAM-Kratzer automatisch mit dem weissen MOTOREX-Fett Lagermeister WHS 2002 geschmiert. Durch seine extremen Hochdruckeigenschaften schützt es die Lagerstellen optimal. In der Mitte der Halle befindet sich im Boden eine Trichteröffnung (4). Von dort fällt das Salz auf ein unterirdisches Förderband (5) und wird mit einem Becherwerk (kleiner Lift) (6) in das Puffersilo (7) transportiert. Hier wird das Streusalz auf 2 LKW- und 1 Bahnverladestation (8) verteilt. Salz ist hochkorrosiv und hinterlässt am Äusseren der Anlage deutliche Spuren. Doch das Fett schmiert und schützt im Innern perfekt! An Spitzentagen verlassen bis zu 3’500 Tonnen Salz die Saline Riburg. Der Werkstattchef Martin Hürbin beim Kontrollgang im Silo. Ohne das Funktionieren des Maschinenparks geht nichts – jährlich produzieren die beiden Salinen rund 450’000 Tonnen Salz.

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