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MOTOREX Magazine 2002 66 DE

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Technische Fette

Technische Fette Technische Fette Bewegung bedeutet Reibung und Reibung wiederum Widerstand, Wärme und Verschleiss – das wussten schon unsere Vorfahren und schmierten deshalb Radnaben mit tierischen Fetten. In einem immer technologieabhängigeren Alltag übernehmen heute moderne Schmierfette weit vielschichtigere Aufgaben als früher. Multitalent SCHMIERFETT Aufbau von Schmierfetten Grundoele + Verdicker + Additive = Schmierfette Konventionelle Oele – Raffinat Unkonventionelle Oele – Hydrocrackoel (HC-Synthese) – Synthetische Kohlenwasserstoffe 1) – Synthetische Ester 2) Pflanzliche Oele – Rapsoele 3) 1) Poly-alpha-Olefine (PAO) oder Poly-iso-Butene (PIB) 2) z.T. biol. schnell abbaubar 3) bioloygisch schnell abbaubar Metallseifen – Lithiumseife – Calciumseife – Natriumseife – Aluminiumseife – Bariumseife Andere Verdicker – Gele – Polyurethane – Bentonit Oberflächenwirksame – Hochdruck-/Verschleissschutz – Korrosions-/Rostschutz – Feststoffe 4) Fettschützende – Alterungsschutz 4) Molybdändisulfid, Teflon, Grafit Handelsklassen – Mehrzweckfett – Hochtemperaturfett – Abschmierfett – Fliessfett – Gelfett – Polyureafett – Bentonitfett Leistungsklassen – Vorschriften von Automobilund Maschinenherstellern Kennzeichnung nach DIN 51502 Konsistenzklassen NLGI 000, 00, 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6 14 Das ungiftige MOTOREX NO TOX HD GREASE eignet sich hervorragend für den Einsatz in der anspruchsvollen Lebensmittelindustrie. Die Meisseltrennpaste MOTOREX 183 garantiert, dass sich bewegende Metallteile bei hohen Temperaturen nicht verschweissen! Foto: zVg. Foto:Atlas Copco (Schweiz) AG Schmierfette können vereinfacht dargestellt als verdickte Oele bezeichnet werden. Der Verdicker bildet schwammartige Strukturen, in welche das Oel eingelagert und bei Bedarf freigesetzt wird. In der Praxis ist die Zusammensetzung aber weitaus komplexer, schon bei den eingesetzten Grundoelen und Additives gibt es ein Vielzahl unterschiedlichster Typologien (siehe Grafik), die im Endprodukt einen starken Einfluss auf die gewünschten Eigenschaften des Produkts haben. Vielfältiger Anforderungskatalog Schmierfette müssen, wie es der Name schon sagt, optimal schmieren, wie z.B. in Wälz- und Gleitlagern. Sie haben bei tiefen Temperaturen weich und geschmeidig zu bleiben und bleiben dadurch in Zentralschmieranlagen förderfähig. Bei hohen Temperaturen, z.B. in einer Kühlwasserpumpe oder bei den Lagern eines Heissluftventilators, dürfen sie nicht ausbluten (Verflüssigung des Fettes). Im Bereich der Scharniere sollten Schmierfette den Lack nicht angreifen oder Dichtungsmaterialien beeinflussen. Der Schutz vor Korrosion und Feuchtigkeit sowie eine hohe Alterungsbeständigkeit ist gerade bei Komponenten mit einer sogenannten Lebensdauerfüllung ein absolutes Muss. Sie sehen, Schmierfette müssen mehr können, als man vermutet. Wissenswertes über Grundoel, Eindicker und Additives Technische Fette sind aus den drei Bestandteilen Grundoel, Verdicker und Additives zusammengesetzt. Die Grundoele sind wie bei Motor- und Getriebeoelen Raffinate, Hydrocrackoele oder Synthetikoele. Als Eindicker werden Seifeneindicker eingesetzt wie z.B. Lithium-, Kalzium und Natriumseifen, allgemein als Metallseifen bezeichnet. Durch die Verwendung von Lithium-Komplex, Kalzium- Komplex und Aluminium-Komplex als Aufsteifmittel wird der Tropfpunkt des Fettes wesentlich erhöht. Auch können moderne seifenfreie Verdicker wie z.B. Gele, Polyurethane, Bentonit usw. verwendet werden. Damit besondere Eigenschaften wie z.B. Alterungsbeständigkeit, Korrosionsschutz, Erhöhung des Druckaufnahmevermögens sowie Verschleissschutz erzielt werden können, werden Schmierfette oft noch mit den entsprechenden Additives versehen. Häufig werden auch Festschmierstoffe wie Molybdändisulfid usw. beigemischt. Biologisch abbaubare Fette Besonders bei «offenen» Schmierstellen wie. z.B. Stellmechanismen von Eisenbahnweichen oder beim Abschmieren von Maschinen im Freien, kann Fett auf den Boden und somit ins Erdreich oder Gewässer gelangen. Hier machen biologisch rasch abbaubare Schmierfette viel Sinn. Diese basieren entweder auf synthetischen Estern, auf Polyglykolen oder auf pflanzlichen Oelen wie Raps und können innert 21 Tagen zu 80% biologisch abgebaut werden (CEC L33-A-93). CEC bedeutet: Coordinating European Council (Fachausschuss der europ. Automobilhersteller zur Festlegung von Prüfmethoden für Fahrzeug-Schmier- und -Kraftstoffe). NLGI-Klasse = Konsistenz Die NLGI-Klassifizierung nach DIN 51 818 teilt die Fette in neun Kategorien ein: 000, 00, 0, 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Ausschlaggebend ist dabei der ermittelte Widerstand eines Fettes auf dem Prüfgerät, dem sogenannten Penetrometer. Sehr weiche Fette der Klassen 000 bis 0 werden als «Fliessfette» bezeichnet und oft in Zentralschmieranlagen von Nutzfahrzeugen eingesetzt. Alle übrigen Fettschmierstellen an Fahrzeugen werden im Regelfall mit Fetten der NLGI-Klassen 2 oder 3, Wasserpumpen auch 4 oder 5 geschmiert. Fette der Klasse 6 werden heute kaum noch eingesetzt. Über Eignung und Kenndaten der grossen Auswahl von MOTOREX- Schmierfetten gibt das jeweilige technische Datenblatt oder der MOTOREX- Kundendienst detailliert Auskunft: BUCHER AG LANGENTHAL Kundendienst, Postfach, CH-4901 Langenthal, Tel. 031 919 75 75, Fax 062 919 75 95 www. motorex.com Foto: John Deere Foto: Pressebild MB Bei den meisten Nutzfahrzeugen kommen heute oft moderne Zentralschmieranlagen zum Einsatz. MOTOREX 3000 ist prädestiniert für lange Standzeiten, hier in einem Wälzlager der Tambourwelle eines Mähdreschers. 15

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